Die Postcolonial Tracks

Die kolonialen Spuren der Stadt Essen können auf der Webseite essen.colonialtracks bereits erkundet werden.

Sie bieten in einem innovativen und interaktiven Ansatz mit Öffentlichkeits-, Bildungs- und Informationsarbeit die Möglichkeit, Vergangenheit und Gegenwart in der eigenen Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu erleben, Zusammenhänge zu verstehen, unmittelbare Anknüpfungspunkte der Vergangenheit an die Gegenwart zu erleben und kritisch zu reflektieren. Die Tracks zeigen, wie stark unsere heutigen wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen mit der kolonialen Geschichte Deutschlands und Europas verbunden sind.

Mit Hilfe einer Smartphone-App können die Nutzer*innen auf (post)kolonialen Wegen ihre Stadt erkunden. Dabei kommen sie an Orte, die unterschiedliche kolonialgeschichtliche Aspekte beleuchten, die in der jeweiligen Stadt bis heute wirtschaftlich, baulich, gesellschaftlich und kulturell relevante Spuren hinterlassen haben. Einbezogen werden auch positive Beispiele, bei denen sich sowohl früher namhafte Personen gegen koloniale Strukturen eingesetzt haben als auch heute für Gerechtigkeit eintreten.

Die App steht ab Ende Oktober 2019 zum Download bereit und ermöglicht ebenfalls Menschen mit Seh- oder Hörschwäche, diesen Stadtrundgang zu erleben.

Neben der App entstehen QR Codes und Faltpläne für die Stadt, in denen die postkolonialen Orte verzeichnet sind. Sie enthalten weitere Kurzinformationen zu jedem Ort, die neugierig machen, mehr zu erfahren.

Außerdem steht pädagogisches Begleitmaterialien für den Unterricht zur Verfügung, das gerne gebucht werden kann. Der "Rallye-Modus" der als Stadtrundgang für Schulklassen und Jugendgruppen angeboten wird, kann ebenfalls gebucht werden.

Buchungen und weitere Informationen: Kerstin Rosery (0201/747 988 40 oder per Mail: kerstin.rosery@exile-ev.de)